Berichte

Jahreshauptübung der Freiw. Feuerwehr Westerheim

30.10.2010



Bei Renovierungsarbeiten kam es aufgrund eines Deckeneinsturzes zu einem elektrischen Kurzschluss im Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäude Wiesensteiger Strasse 12/1 wodurch ein Brand ausbricht. Bei starker Rauchentwicklung werden mehrere Personen im Gebäude vermisst.
Dies war die Ausgangssituation bei der diesjährigen Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Westerheim.


Wenige Minuten nach der Alarmierung über Funkmelde-Empfänger um ca. 16 Uhr rückt die Westerheimer Wehr mit 45 Mann, 2 Löschfahrzeugen, und dem Mannschaftstransportwagen zum Brandobjekt, in den Hinterhof des ehemaligen Raiffeisen-Lagers aus. An der Einsatzstelle haben sich bereites viele Zuschauer, darunter mehrere Gemeinderäte sowie Bürgermeister Hartmut Walz eingefunden. Beim Eintreffen des Ersteinsatzfahrzeugs sind bereits 2 Atemschutzgeräteträger einsatzbereit ausgerüstet.
Nach einer kurzen Lageerkundung, durch Einsatzleiter Andreas Priel, und sein Stellvertreter Alexander Leicht, geben sie den Einsatzbefehl: Angriffstrupp über die Haustür zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Doch einfacher gesagt, als getan: denn die Haustür ist verschlossen, so dass diese gewaltsam geöffnet werden musste. Kurze Zeit später sind weitere Atemschutzgeräteträger einsatzbereit, so dass der Innenangriff mit 3 Trupps vorgenommen werden konnte 2 weitere Trupps stehen außen als Sicherungstrupp bereit.
Die anderen Einsatzkräfte bauen parallel eine Wasserversorgung von einem Unterflurhydrant in der Wiesensteigerstraße sowie vom Löschteich in der Ortsmitte auf, um von Außen mit 6 Strahlrohren die angrenzenden Gebäude abzuschirmen. Mitglieder der Altersabteilung sorgen dafür, dass trotz Schlauchleitungen auf der Straße der Verkehr sicher weiterfließen kann. Zwischenzeitlich sind auch 6 Ersthelfer vom DRK an der Einsatzstelle.
Zug um Zug werden die verletzten Handwerker im Gebäude gefunden, und von den Atemschutztrupps z.T. mit Bergetuch ins Freie gebracht worden, und an das DRK übergeben. Zu versorgen sind u.a. ein offener Schienbein-Bruch, eine Kopfplatz-Wunde, aufgerissene Hände, eine Rauchgasvergiftung, und zu guter letzt eine abgetrennte Hand, welche von den Atemschutztrupps im Gebäude gesucht werden musste.
Die Verletzten, welche vom DRK vorher täuschend echt geschminkt wurden, kamen aus den Reihen des Spielmannszuges.
Im weiteren Verlauf der Übung stellten die Feuerwehrmänner fest, dass sich ein Schwelbrand in der Dachisolierung ausbreitet. Um an den Brandherd zu gelangen arbeitet sich ein Feuerwehrmann mit einem Trägersitzgurt gesichert über die Steckleiter auf das Dach vor, und bringt mittels Motorsäge eine Öffnung ins Dach, um den Schwelbrand abzulöschen.
Nachdem sich Kommandant Andreas Priel selber vom gelöschten Schwelbrand überzeugte, hieß es „Wasser halt“, und „zum Abmarsch fertig“.



Bei der anschließenden Manöverkritik im Gasthaus „Rössle“ lobte Kommandant Andreas Priel die gute disziplinierte Beteiligung an der Übung, bei der es nicht viel zu kritisieren gab.
Besonders hervor hob er die Leistung der Atemschutzgeräteträger im Innenangriff, die sich in jeder Situation schulmäßig verhalten hatten, und jede inszenierte Aufgabe meisterten.
Sein Dank ging an die Gemeinde in Person von Bürgermeister Hartmut Walz für die Verfügungsstellung des Übungsobjektes und an das DRK für die gute Zusammenarbeit.
Bürgermeister Hartmut Walz lobte die gelungene Jahreshauptübung als Gelegenheit der Öffentlichkeit die Einsatzbereitschaft seiner Wehr zu zeigen, und bedankte sich bei allen Beteiligten. Auch Dietmar Fromm vom DRK sprach seinen Dank an Feuerwehr und Gemeinde für die gute Zusammenarbeit bei der diesjährigen Hauptübung aus.

Weitere Bilder der Hauptübung gibt es in der Bildergalerie







4-Tagesausflug der Freiw.Feuerwehr Westerheim nach Rom vom 24. bis 27.09.2010

24.09.2010



Am Freitagmorgen den 24.September startete die Freiw. Feuerwehr Westerheim kurz nach 10 Uhr mit 81 Personen zu ihrem 4tätigen Romausflug. Mit dabei waren neben den Feuerwehr-Kameraden mit Angehörigen auch die Mitglieder des Spielmannszuges, und Herr Pfarrer Rampf und Frau Pollanka. Mit 2 Bussen ging es zum Stuttgarter Flughafen, wo man problemlos eincheckte und kurz vor 13 Uhr mit einer Boeing-Maschine nach Rom abhob. Wohlbehalten traf man kurz nach 14 Uhr am Flughafen „Fiumicino“ in Rom ein wo wir von unseren beiden Reiseführerinnen Anne und Andrea, bereits in Empfang genommen wurden. Nach der Einquartierung in unserem Hotel „ParcoTirreno“ ging es mit dem Bus zum gemeinsamen Abendessen ins Ristaurante „PopiPopi“, und anschließend zu einer beeindruckenden Stadtrundfahrt: „Rom bei Nacht“. Unsere beiden Busse setzten uns schließlich am toll erleuchteten Trevi-Brunnen ab. Einige von uns warfen nach alter Tradition eine Münze über die linke Schulter, um der Sage nach, nach Rom zurück zu kehren. Von dort ging es zu Fuss zur „Spanischen Treppe“ wo man den Abend ausklingen lies.
Nach einem ausgiebigen Frühstücks-Buffet ging es am nächsten Morgen los mit der Stadführung durch das „Antike Rom“. Schon auf der Fahrt nach Rom hinein wurden wir in die Geschichte Roms eingeführt die mit Romulus und Remus im Jahre 753 v. Chr. begann…… Fortsetzung folgt. Erster Besichtigungspunkt war das Colosseum, das in römischer Zeit eigentlich „Amphitheatro Flavio“ hieß. Weiter ging es zum Forum Romanum, dass die antiken Überreste der Kaiserforen, des Palatin, den Titus-Bogen usw. umfasst. Nach einer kurzen Mittagspause folgte die Besichtigung des Petersdoms. Gerade als wir den Petersdom betraten war das Mittel-Tor geöffnet, und wir sahen durch den ganzen Petersdom hindurch die Friedenstaube im Kirchenfenster am anderen Ende, durch die das Sonnenlicht fiel. Wir waren alle überwältigt von der Größe und der Ausschmückung des Petersdoms. Herauszuheben ist hier z.Bsp. die „Pietá“ von Michelangelo. Weiter ging es zur Besichtigung der Papst-Gräber bei denen vor allem das Grab von Papst Johannes-Paul II. und Papst Johannes XXIII zu erwähnen sind. Als Höhepunkt des Tages konnte man nun noch die Kuppel des Petersdoms erklimmen. Ohne Fahrstuhl sind es ca. 550 Stufen. Dafür wurde man aber mit einer grandiosen Aussicht auf den Petersplatz, die Vatikanischen Gärten und Rom belohnt. Der Blick ging sogar bis zu den Albaner Bergen. Zur Erholung und Verarbeitung dieses „Mammutprogramms“ konnte sich jeder in eigener Regie den Abend vertreiben. Ob bei einer Pizza in Trastevere, oder beim flanieren durch die Altstadt, oder einem Eis auf dem „Piazza Nouvo“, jeder fand den passenden Ausklang.
Am Sonntag ging es morgens zur Besichtigung der Domittila-Katakomben vor den Toren Roms. Unser Katakomben-Führer Manfred verband frühchristliche Geschichte mit Humor: So erzählt er einem Amerikaner auf Nachfrage, das Nero nicht katholisch sondern evangelisch war, und die Dunkelheit in den Katakomben original 4.Jahrhundert ist !!! In den engen Gängen der Katakomben konnte man sogar noch ein Original-Gemälde „Jesus mit den 12 Aposteln“ bewundern. Anschließend feierten wir mit Herrn Pfarrer Rampf in der frühchristlichen Basilika über den Katakomben eine Messe. Dabei assistierten ihm unsere Feuerwehr-Ministranten Lothar und Stefan.
Zurück ging es wieder nach Rom vorbei an der Patrialchal-Kirche „St.Paulus-vor-den Mauern. Nächster Halt war am Zirkus Maximus. Dort ging es hinauf zum „Aventin“-Hügel wo man durch das Schlüssel-Loch beim Malteser-Orden eine der Sehenswürdigkeiten Roms bewundern konnte !?!? Mittagspause wurde an der „Piazza Nouvo“ gemacht, und anschließend konnten wir die großartige Kuppel des Pantheons in uns aufnehmen. Weiter ging es zur Basilika „St.Peter-in-den-Ketten“ wo eine weitere Michelangelo-Statue zu sehen war: „Moses“. Beim Besuch der Patrialchal-Basilika „Santa Maria Maggiore“ trafen wir auf Pfarrer Egle der in Rom das internationale Schönstatt-Zentrum betreut. Abschließend ging es noch zur gegenüberliegenden Kirche „Santa Prassede“ die durch ihre herrlichen Mosaiken begeisterte.
Bei einem gemeinsames Abendessen, bei dem die Geselligkeit nicht zu kurz kam, fand auch dieser Ausflugstag einen gelungen Abschluss.
Der letzte Tag unseres Rom-Ausflugs begann mit dem Besuch der Vatikanischen Musseen und der „Sixtinischen Kapelle“. Von unseren beiden Reiseführerrinnen wurden wir erklärend durch die vielen Räume mit tollen Marmor-Statuen und alten Gemälden geführt, bis man zur „Sixtinischen Kapelle“ gelangte, in der auch unser jetziger Papst Benedikt XVI gewählt wurde. Bewundert schauten wir an die Decke mit den berühmten Fresken von Michelangelo. Zum Abschluss unseres Rom-Aufenthaltes machten wir am Obelisken auf dem Petersplatz noch ein Gruppenfoto. Kommandant Andreas Priel bedankte sich bei unseren Reiseleiterinnen, welche 4 Tage lang ohne Unterlass (im wahrsten Sinne des Wortes) unseren geschichtlichen Horizont erweiterten, für die erstklassige Betreuung. Außerdem fand der Kommandant lobende Worte an alle Teilnehmer für die disziplinierte aktive Teilnahme an sämtlichen Programmpunkten. Anders wäre dieses ausgefüllte Programm mit 81 Teilnehmern nicht realisierbar gewesen. Bei herrlichem Wetter hatten wir 4 wunderbare und unvergessliche Tage, in der „Ewigen Stadt“ Rom.
Es wird wohl noch Tage oder Wochen dauern bis alle Eindrücke verarbeitet sind. Schweren Herzens machten wir uns zum Heimflug auf, und trafen gegen 20:00 Uhr wohlbehalten, in der kühlen Heimat ein.