Berichte

Tagesausflug der Freiw. Feuerwehr Westerheim nach Augsburg

12.09.2009



Am 12. September startete die Freiw.Feuerwehr Westerheim mit genau 50 Personen um 7:00 Uhr morgens zu ihrem diesjährigen 1-Tagesausflug nach Augsburg. Zusammen mit dem Spielmannszug-Leuten und den Feuerwehr-Angehörigen machten die Feuerwehrkameraden auf der Fahrt nach Augsburg zuerst eine Frühstückspause an der Autobahnkapelle der A8, um bei frischen Brezeln, Wurst-Wecken und einem warmen Kaffee die Lebensgeister zu wecken.
In Augsburg angekommen wurde zuerst die Fuggerei besichtigt, die älteste Sozialsiedlung der Welt, 1521 von Jakob Fugger dem Reichen gegründet. Bis heute können dort bedürftige Augsburger katholischen Glaubens zu einer Jahresmiete von 0,88 € wohnen. Anschließend ging es weiter mit der Besichtigung der Augsburger Altstadt und dem historischen Augsburger Rathaus. Highlight war natürlich der „Goldene Saal“. Über und über mit Blattgold überzogen und einer für das 16.Jhrdt. unglaublichen Höhe, hat sich in ihm schon die 15jährige franz. Königin Marie-Antoinette die Schuhe abgetanzt. Nach soviel geschichtlicher Information konnte sich jeder zur Mittagspause in der Fußgänger-Zone in einem Straßen-Kaffee erholen. Nachmittags ging es in den Augsburger Stadtteil Hochzoll zum Eiskanal, dem Austragungsort der olympischen Kanuwettbewerbe von 1972. Dort konnten die Ausflügler dem Kanu-Nachwuchs dabei zuschauen, wie sie bei reisender Strömung zwischen Stangen-Toren ihre Kanus durchbugsierten. Weiter ging es über ein großes Stau-Wehr am Lech zu einem idylisch gelegenen Restaurant, wo man zur Erholung Kaffee und Kuchen zu sich nahm.
Einen gemütlichen Ausklang nahm dieser gelungener Ausflug in der Thor-Braurerei, wo man abends neben einer Bier-Probe sich ein Abendessen schmecken lies. Im Innenhof der Brauerei lies unser Feuerwehr-Chor im kameradschaftlicher Runde altbekannte Feuerwehr-Weisen erklingen, bevor man zu später Abendstunde Richtung Heimat aufbrach und vor 23 Uhr wohlbehalten in Westerheim ankam.



Weitere Bilder von unserem Ausflug gibt es in der Bildergalerie







Raumschaftsübung bei Firma Fenster-Kneer

17.07.2009



Am vergangenen Freitag fand auf dem Gelände der Fa. Fenster-Kneer eine Feuerwehr- Raumschaftsübung statt. An der Übung nahmen neben der Westerheimer Wehr, die Feuerwehren aus Laichingen incl. Teilorten, Heroldstatt, Merklingen, Nellingen und Oppingen teil. Angenommenes Einsatzgeschehen war eine Staubexplosion in der Absaugfilter-Anlage. Wegen der raschen Brandausbreitung und der starken Rauchentwicklung waren ca. 15 Personen im Gebäude eingeschlossen. Über die Brandmeldeanlage wurde die Feuerwehr Westerheim alarmiert, welche dann auch als erste mit Ihren beiden Löschfahrzeugen am Übungsobjekt eintraf. Nach Erkundung der Lage durch den Einsatzleiter Kommandant Andreas Priel und seinem Stellvertreter Alexander Leicht, wurde die Menschenrettung und Brandbekämpfung unter Atemschutz im Innenangriff eingeleitet. Schnell war klar, dass Verstärkung erforderlich ist. Nach und nach trafen Feuerwehren aus der ganzen Raumschaft am Einsatzort ein. Darunter eine Drehleiter, ein Schlauchwagen mit 2000m Schlauchreserve, Gerätewagen für die Atemschutzausrüstung, und mehrere Löschfahrzeuge. Eigens für diese Übung wurde eine Übungsleitstelle eingerichtet, die die angeforderten Einheiten über Funk koordinierte.
Eine Führungsgruppe bestehend aus Feuerwehrmännern der umliegenden Ortschaften wurde zur Einsatzstelle herbeigeordert. Diese Führungsgruppe dient bei solch einem Szenario im Ernstfall zur Unterstützung der örtlichen Einsatzleitung, (z.B. Koordination des Einstzstellenfunks, Dokumentation, Organisation von zusätzlichem Fachpersonal, …).
Nach und nach wurden von den insgesamt 16 Atemschutztrupps welche sich im Einsatz befanden, mehrere Verletzte Personen (gespielt von den Ministranten, und Mitglieder des Spielmannszuges) aus dem verrauchten Gebäude gebracht. Die Versorgung der Verletzten übernahmen ca. 15 Ersthelfer des DRK´s welche ebenfalls mit 2 Rettungswagen zur Einsatzstelle gerufen worden sind. Die Verletzten wurden vor der Übung von Mitgliedern des DRK täuschend echt geschminkt.
Zwischenzeitlich waren sämtliche Einheiten rund um das Gebäude verteilt, und drangen in 3 getrennten Abschnitten von unterschiedlichen Richtungen in das Gebäude zur Brandbekämpfung und Menschenrettung ein. Keine leichte Aufgabe, zumal das Gebäude mit mehreren Nebelmaschinen komplett verraucht wurde, so dass man die eigene Hand nicht mehr vor den Augen sehen konnte. Die Einsatzkräfte sollten möglichst realistische Bedingungen vorfinden um einen hohen Übungseffekt zu erreichen. Dabei war es uns wichtig die Abläufe an der Einsatzstelle zu üben, und nicht die Anfahrt z.B. aus Heroldstatt. Dies ist auch der Grund warum sich alle beteiligten Einheiten vor Übungsbeginn auf einem Parkplatz kurz vor Westerheim trafen, und von dort abgerufen wurden, erklärt Andreas Priel, der mit seinen Gruppenführern die Übung in mehreren Besprechungen vorbereitet hatte. Für die Wasserversorgung der Drehleiter wurde eine Wasserförderung von dem 800m entfernt liegenden Löschteich in der Ortsmitte verlegt. Insgesamt waren ca. 140 Feuerwehleute und Ersthelfer mit 18 Einsatzfahrzeugen an der Übung beteiligt. Nach ca. 1Stunde konnte Wasser halt gegeben werden, was natürlich nur auf die Funktion der Strahlrohre Einfluss hatte, und nicht auf das schlechten Wetter, so dass es unbeirrt in Strömen weiterregnete.

Bei der anschließenden Manöverkritik durch den anwesenden Kreisbrandmeister Harald Bloching, wurde von der gesamten Führungsmannschaft der Übungsablauf kritisch unter die Lupe genommen. Das Resyme lautete jedoch einstimmig, dass die Übung sehr positiv verlief, und dass solch eine Aktion einen sehr hohen und realistischen Übungseffekt hat.

Anschließend saßen die Übungsbeteiligten noch in der Rautenberghalle zusammen, und ließen den Abend bei einem Vesper ausklingen.



Weitere Bilder der Übung gibt es in der Bildergalerie