Berichte

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Westerheim

17.01.2015



Pünktlich um 19:30 Uhr eröffnete der Spielmannszug die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Westerheim. Kommandant Andreas Priel begrüßte die anwesenden Feuerwehrkameraden sowie Bürgermeister Hartmut Walz und den Gemeinderat.
Stabführer Elmar Tritschler berichtete von den 10 Auftritten im letzten Jahr. Der Spielmannszug zusammen mit den Florenteenies, welche sich eigentlich mittlerweile nicht mehr voneinander trennen lassen und zusammengeschmolzen sind, hatte unter anderem an der letzten Generalversammlung, beim Rosenmontagsumzug, der Sonnwendfeier des Albvereins, dem 30 jährigen Jubiläum der Alb Halle sowie an einigen Geburtstagen gespielt. Als ganz besonderen Auftritt bezeichnete Elmar Tritschler den gemeinsamen Auftritt mit der Musikkapelle und der Seniorenkapelle beim Musikerhock auf dem Sellenberg. Bei insgesamt 38 Proben hatten sich die Musiker letztes Jahr auf die Auftritte vorbereitet.
Kommandant Andreas Priel berichtete in seinem Jahresrückblick von 20 Einsätzen. Darunter waren ein Müllcontainerbrand im Feriendorf, ein Verkehrsunfall Richtung Hohenstadt sowie weitere technische Hilfeleistungen. Besonders stark wurde die Wehr durch den Eisbruch im vergangenen November in Anspruch genommen. Oft mehrfach täglich musste ausgerückt werden, um umgestürzte Bäume von Straßen oder Dächern zu beseitigen. Bei einem dieser Einsätze hatte es die Westerheimer Wehr sogar ins Fernsehen in einen Bericht der „Drehscheibe“ geschafft. Auch konnte von guter Ausbildung im vergangenen Jahr berichtet werden. Die Gruppe 6 hatte zusammen mit Feuerwehrkammeraden aus Laichingen und Machtolsheim unter Gruppenführer Marc Büdinger das Leistungsabzeichen in Bronze erfolgreich absolviert. Neben einer Auffrischung in Erster Hilfe und weiteren Übungen bei der IGF oder gemeinsam mit Donnstetten hob Kommandant Priel den Übungsnachmittag hervor, welcher zum ersten Mal durchgeführt wurde. Da bereits nachmittags begonnen wurde, konnten Schwerpunkte in Theorie und Praxis ausgiebig vermittelt und anschließend in einer Abschlussübung vertieft wurden. Bei der Hauptübung wurde letztes Jahr ein Scheunenbrand angenommen, bei dem neben dem Löschen auch eine Personenrettung unter Atemschutz durchgeführt werden musste.
Erfreulicherweise konnten die 3 jungen Männer Luca Hagenmaier, Timo Ascher und Kevin Maurice Renner per Handschlag durch Kommandant Andreas Priel in die Wehr aufgenommen werden.


Die 3 neuen Feuerwehrkameraden Luca Hagenmaier, Kevin Maurice Renner und Timo Ascher

Auch konnte verkündet werden, dass sich die Kameraden Patrick Rehm, Alexander Ramminger und Daniel Mayer dazu entschieden haben, am Gruppenführerlehrgang teilzunehmen. Ebenfalls erfreulich war der positive Zuschussbescheid des Landratsamtes für ein HLF10, welches das mittlerweile fast 30 Jahre alte LF16 ersetzten soll. Bürgermeister Hartmut Walz hatte die Segel richtig gestellt und mit dem Feuerwehrbedarfsplan 2013 die Maßnahme zur Ersatzbeschaffung ins Rollen gebracht und den Zuschussantrag gestellt.
Abschließend dankte Andreas Priel dem gesamten Ausschuss für die Unterstützung sowie Bürgermeister Hartmut Walz für die gute und effektive Zusammenarbeit. Besonderer Dank ging an die Gruppenführer, die im letzten Jahr viel geleistet hatten z.B. bei den Vorbereitungen des Übungsnachmittags und der Hauptübung. Besonders hob er Marc Büdinger für sein Engagement bei der Ausbildung der Gruppe 6 hervor.
Schriftführer Eric Rehm lies das Jahr aus Kameradschaftlicher Sicht Revue passieren. 2014 unternahm die Westerheimer Wehr unter anderem einen 1 Tagesausflug nach Esslingen. Kassier Josef Rehm legte in seinem Bericht alle zahlen transparent und nachvollziehbar dar. Er konnte von guten Einnahmen beim Rosenmontagstanz und bei den Altpapiersammlungen berichten. Trotz hohen Investitionen von 3 neuen Trommeln für den Spielmannszug sowie Bezuschussung beim Ausflug konnte ein kleines Plus in der Kasse verzeichnet werden. Die Kassenprüfer bestätigten anschließend eine Einwandfrei geführte Kasse.
Nachdem sich der stellvertretende Kommandant Alexander Leicht bei Kommandant Andreas Priel für die erbrachte Leistung bedankte, berichtete er von einem hervorragenden Übungsbesuch und Teilnahmen bei den Altpapiersammlungen. Besonders hervorheben konnte er die Kammeraden Franz Mayer, Karl Mayer, Marc Büdinger und Patrick Rehm, die bei allen Übungen und Altpapiersammlungen anwesend waren. Weitere 19 Kameraden hatten maximal an einer Übung oder Altpapiersammlung gefehlt.
Die Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig erfolgte, wurde durch Bürgermeister Hartmut Walz durchgeführt. Auch er freut sich sehr über den positiven Zuschussbescheid für ein HLF 10 und bedankt sich beim Feuerwehrausschuss für das hohe Engagement bei der Vorbereitung des Leistungsverzeichnisses für das Fahrzeug. Öffentliche Steuergelder sehe er hier gut aufgehoben, da ein intensiver Vorbereitungsprozess und ein intensives Abwägen unterschiedlichster Alternativen am Schluss zu einem guten und für die Gemeinde auf Dauer wirtschaftlichen Ergebnis führen würde.

Helmut Baumeister und Johannes Linden wurden für 50 Jahre Feuerwehr geehrt

Kommandant Andreas Priel und Bürgermeister Hartmut Walz konnten die Kameraden Helmut Baumeister und Johannes Linden für 50 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit ehren.
Helmut Baumeister war Schriftführer von 1973 bis 1984 bei der Feuerwehr Westerheim, Johannes Linden viele Jahre Gerätewart. 2006 erhielten die Kameraden das Feuerwehrehrenabzeichen in Gold. Zum Dank erhielten sie eine Uhr sowie einem Essensgutschein. Auch die Altersabteilung Gratulierte mit einem Geschenkkorb.


von links nach rechts: Bürgermeister Hartmut Walz, die geehrten Helmut Baumeister, Johannes Linden, Kommandant Andreas Priel, Stellv. Kommandant Alexander Leicht

Da keine Wahlen anstanden konnte die Generalversammlung bereites um 22:30 Uhr mit einem abschließenden Lied vom Spielmannszug abgeschlossen werden.







Jahreshauptübung

25.10.2014



Um 16 Uhr ertönten die Funkmeldeempfänger der Feuerwehr Westerheim. Nahezu die komplette Westerheimer Wehr macht sich auf den Weg zur diesjährigen Jahreshauptübung. Angekommen am Gerätehaus erläuterte Kommandant Andreas Priel die fiktive Lage: Ein Scheunenbrand ausgelöst durch einen Blitzeinschlag in einem landwirtschaftlichen Anwesen. Zum Unglückszeitpunkt halten sich ein paar Kinder in der Scheune auf, welche verstecke gespielt haben. Der Landwirt ist mit Reparaturabreiten an seinem Traktor beschäftigt. Durch Unachtsamkeit und Hektik gerät er unter ein Ackergerät und wird dabei schwerverletzt eingeklemmt, so dass er sich mit eigener Kraft nicht retten kann.

Beim Eintreffen der Feuerwehr am Einsatzort berichtet der Sohn, welcher mit seinen Freunden in der Scheune gespielt hat, dass es in der Scheune zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung gekommen ist und dass sich seine Freunde sowie sein Vater noch in der Scheune befinden. Routinemäßig wird der Standardangriff aufgebaut und der erste Angriffstrupp unter Atemschutz und mit der neu angeschafften Wärmebildkamera ausgestattet in das Gebäude zum suchen und retten der Vermissten geschickt. Die ersten Meldungen aus dem Gebäude verheißen nichts Gutes: Eine verletzte Person beim Traktor wurde unter einem Fahrzeug eingeklemmt und ist nicht ansprechbar. Die spielenden Kinder sind im Obergeschoss und können nicht selbst ins Freie flüchten. Deshalb wurden sofort weitere Kräfte unter Atemschutz ins Gebäude geschickt, um die Personen zu retten. Gleichzeitig musste auch noch auf weitere Gefahren reagiert werden wie z.B. Gas und Strom, was durch verschiedene Hinweisschilder angezeigt wurde. Um die eingeklemmte Person bergen zu können, musste zuerst mit Wagenhebern das Fahrzeug gehoben werden. Eine Person musste vom Obergeschoss mit einer Trage abgeseilt werden, da diese bewusstlos war. Die verletzten und bewusstlosen Personen konnten letztlich nach draußen gebracht werden, wo sie an das DRK Ortsgruppe Laichingen übergeben wurden.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen wurde mit den Löscharbeiten begonnen und zum Schutz der umliegenden Gebäude Riegelstellungen aufgebaut. Hierfür wurde eine zusätzliche Wasserversorgung vom Löschteich in der Ortsmitte verlegt, um genügend Wasser an der Einsatzstelle zu haben. Zu diesem Zweck wurde der Verkehr von der Altersabteilung geregelt, da die Leitung über die Hautstraße verlief.





Bei der anschließenden Manöverkritik im Gasthof Adler hob Kommandant Andreas Priel den realistischen Übungsverlauf hervor. Er bedankte sich bei den Gruppenführern, den Freiwilligen, welche die Rolle der verletzten Personen sehr realistisch spielten und dem DRK für die stets gute Zusammenarbeit. Besonderer Dank ging an Bernhard Baumeister, der seinen Maschinenschuppen für die Übung zur Verfügung stellte. Stellvertretend für das DRK lobte Dietmar Fromm die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und betonte, wie wichtig die Übungen für einen reibungslosen Ablauf bei realen Einsätzen sind. Auch Bürgermeister Hartmut Walz bedankte sich bei allen Kammeraden, welche sich fast alle am Samstagnachmittag Zeit für die Übung genommen hatten.