Berichte

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Westerheim

15.01.2011



Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr:
Feuerwehr Westerheim investiert ca. 20000€ und 600 Arbeitsstunden in den Umbau des Kommandantenraumes, und Renovierung des Eingangsbereiches.


Nach Eröffnung durch den Spielmannszug mit dem „Stühlinger“-Marsch konnte Kommandant Andreas Priel bei seiner Begrüßung neben Bürgermeister Hartmut Walz mit seinen Gemeinderäten dieses Jahr auch Kreisbrandmeister Harald Bloching willkommen heißen.
In seinem Jahresbericht konnte der Westerheimer Kommandant für 2010 13 Einsätze vermelden. Größter Einsatz für die Westerheimer Wehr, die aus 58 Feuerwehr-Männern (aktiv und AH), 15 Spielmannszug-Mitgliedern und 27 Florenteenies besteht, war im vergangenen August der Chlorgasunfall im Alb-Bad. Auch die feuerwehr-fachliche Weiterbildung wurde vorangetrieben. Die Gruppe 5 absolvierte den Atemschutzlehrgang, so das jetzt insgesamt 26 Atemschutz-Träger zur Verfügung stehen. Kommandant Andreas Priel und stellv.Kommandant Alexander Leicht bestanden in einer 2wöchigen Schulung auf der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal erfolgreich den Zugführer-Lehrgang.

Kommandant Andreas Priel verwies in seinem Rechenschaftsbericht auf den Umbau des Kommandanteraumes: Hier wurde ein Besprechungsraum geschaffen der für Ausschusssitzungen, Übungsvorbereitungen und sonstige Besprechungen Platz für ca. 10 Personen bietet. Mit in den Raum integriert ist eine Funkzentrale für den Einsatzfunk.
Die Umbaumaßnahmen wurden mit 600 Arbeitsstunden ausschließlich in Eigenleistung durchgeführt. Außerdem wurde die Finanzierung vollständig aus Mitteln der Feuerwehr-Kasse umgesetzt .Die Gemeinde und die Bürgerschaft konnten dadurch mit einem erheblichen Betrag entlastet werden. Daß dies möglich war trugen zu einem großen Teil auch die Altpapier- und Kartonsammlungen bei, deren Erlöse somit den Westerheimern Bürgern wieder zugute kommt


Der Dank des Westerheimer Kommandanten ging abschließend an den Feuerwehrausschuß (allen voran Stelv. Kommandant Alexander Leicht), alle Feuerwehr-Kameraden, den Spielmannszug, und an Bürgermeister Walz und die Gemeinde für die Unterstützung. Schriftführer Wolfgang Mayer zeigte in seiner Jahresrückblick die kameradschaftlichen Ereignisse des vergangenen Jahres auf. Höhepunkt war dabei natürlich der unvergessliche 4-Tagesausflug nach Rom.
Kassier Josef Rehm berichtete vom finanziellen Stand der Feuerwehr. Da die Renovierung des Kommandanten-Raumes und der Romausflug deutlich zu Buche schlugen, musste ein Defizit verzeichnet werden. Kassenprüfer Rudolf Mayer und Ewald Nille bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung.
Stabführer Elmar Tritschler berichtete über die Aktivitäten beim Spielmannszug, wobei die Auftritte beim 90.Geburtstag von Ehrenbürger Johann-Georg Walter und bei dessen Beerdigung hervortraten.
Stellv. Kommandant Alexander Leicht, der durch Rainer Straub vertreten wurde, bedankte sich beim Kommandanten für dessen geleistete Arbeit. In seinem Jahresbericht konnte er 8 gemeinsame Übungen, 10 Gruppenführer-, und 2 Atemschutzübungen vermelden. Des weiteren wurden 6 Altpapier- 10 Kartonsammlungen und 2 Arbeitsdienste durchgeführt. 7 Kameraden waren bei jeder Übung anwesend: Andreas Priel, Alexander Leicht, Rainer Straub, Rudi Kneer, Marc Büdinger, Alexander Ramminger, Patrick Rehm und 12 Kammeraden fehlten an nur einer Übung: Karl Mayer, Oswald Mayer, Franz Mayer, Elmar Tritschler, Josef Rehm, Achim Moser, Uwe Naujoks, Florian Priel, Stefan Kneer, Walter Rehm, Daniel Mayer, Nille Andre`. Als Belohnung für besten Übungsbesuch im Jahr 2010 gab es ein Westerheimer Mostkrug.

Bürgermeister Hartmut Walz nahm die Entlastung des Feuerwehr-Vorstandes vor, die einstimmig erfolgte. Er sprach seinen Dank an die gesamte Westerheimer Wehr aus und würdigte das ehrenamtliche Engagement zum Schutz des Nächsten, sowie die Unterstützung des Vereinsleben.
Auch Kreisbrandmeister Harald Bloching, der die Ehrung verdienter Feuerwehrkammeraden vornahm fand in seinem Grußwort lobende Worte für den Einsatz und hob hervor dass die Westerheimer Feuerwehr zu einer der größten Freiwilligen Feuerwehren im Alb-Donau-Kreis zählt.

Zum Abschluss der Generalversammlung konnten Kreisbrandmeister Harald Bloching, Bürgermeister Hartmut Walz und Kommandant Andreas Priel Ehrungen für 50jähriges, 40jähriges und 25jähriges Dienstjubiläum vornehmen.



Reihe hinten von links nach rechts:
BM Hartmut Walz, Baumeister Bernhard (25), Mayer Franz (25), Baumeister Erwin (25), Mayer Wolfgang (25), Naujoks Uwe (25), Kreisbrandmeister Harald Bloching
Vorne sitzend von links nach rechts:
Karl Ramminger (40), Kommandant Andreas Priel (25), Mayer Hans (50)

Hans Mayer wurde für sein 50jähriges Dienstjubiläum ausgezeichnet. 1961 in die Feuerwehr eingetreten, 1969 zum Oberfeuerwehrmann und 1976 zum Löschmeister befördert, war er 1981/82 auch im Bau-Ausschuß für den damaligen Feuerwehrheim-Neubau tätig. Als Anerkennung erhielt er von der Gemeinde Westerheim einen Aufenthalt im Feuerwehrheim Titisee und von der Feuerwehr eine Standuhr mit Widmung.
Karl Ramminger wurde für sein 40jähriges Dienstjubiläum geehrt. Aus den Händen von Kreisbrandmeister Harald Bloching erhielt er das Feuerwehr-Ehrenabzeichen des Landes in Gold. Ab 1971 im Feuerwehr-Dienst brachte er es 1978 zum Löschmeister und 1998 zum Oberlöschmeister. 1975 absolvierte er den Maschinisten-Lehrgang. Lange Jahre war er als Gerätewart für die Wartung der Feuerwehr-Fahrzeuge zuständig, die er auch heute noch tatkräftig unterstützt. Aus den Händen von Bürgermeister Walz und Kommandant Priel bekam er einen Gutschein, und eine Westerheimer Kerze. Zur Erinnerung gab es für den Jubilar zudem eine Standuhr mit Widmung.
Für 25jährige Dienstzeit in der Feuerwehr wurden folgende Kameraden der Gruppe I von Kreisbrandmeister Harald Bloching mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen des Landes in Silber ausgezeichnet: Bernhard Baumeister, Erwin Baumeister, Franz Mayer, Wolfgang Mayer, Uwe Naujoks, Andreas Priel und Linus Rauschmaier. Bürgermeister Hartmut Walz übergab im Namen der Gemeinde als Geschenk einen Auftenthalt im Feuerwehr-Heim Titisee und eine Gemeinde-Kerze. Von der Feuewehr Westerheim erhielten die Jubilare als Andenken eine Taschen-Uhr mit Widmung.







Jahreshauptübung der Freiw. Feuerwehr Westerheim

30.10.2010



Bei Renovierungsarbeiten kam es aufgrund eines Deckeneinsturzes zu einem elektrischen Kurzschluss im Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäude Wiesensteiger Strasse 12/1 wodurch ein Brand ausbricht. Bei starker Rauchentwicklung werden mehrere Personen im Gebäude vermisst.
Dies war die Ausgangssituation bei der diesjährigen Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Westerheim.


Wenige Minuten nach der Alarmierung über Funkmelde-Empfänger um ca. 16 Uhr rückt die Westerheimer Wehr mit 45 Mann, 2 Löschfahrzeugen, und dem Mannschaftstransportwagen zum Brandobjekt, in den Hinterhof des ehemaligen Raiffeisen-Lagers aus. An der Einsatzstelle haben sich bereites viele Zuschauer, darunter mehrere Gemeinderäte sowie Bürgermeister Hartmut Walz eingefunden. Beim Eintreffen des Ersteinsatzfahrzeugs sind bereits 2 Atemschutzgeräteträger einsatzbereit ausgerüstet.
Nach einer kurzen Lageerkundung, durch Einsatzleiter Andreas Priel, und sein Stellvertreter Alexander Leicht, geben sie den Einsatzbefehl: Angriffstrupp über die Haustür zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Doch einfacher gesagt, als getan: denn die Haustür ist verschlossen, so dass diese gewaltsam geöffnet werden musste. Kurze Zeit später sind weitere Atemschutzgeräteträger einsatzbereit, so dass der Innenangriff mit 3 Trupps vorgenommen werden konnte 2 weitere Trupps stehen außen als Sicherungstrupp bereit.
Die anderen Einsatzkräfte bauen parallel eine Wasserversorgung von einem Unterflurhydrant in der Wiesensteigerstraße sowie vom Löschteich in der Ortsmitte auf, um von Außen mit 6 Strahlrohren die angrenzenden Gebäude abzuschirmen. Mitglieder der Altersabteilung sorgen dafür, dass trotz Schlauchleitungen auf der Straße der Verkehr sicher weiterfließen kann. Zwischenzeitlich sind auch 6 Ersthelfer vom DRK an der Einsatzstelle.
Zug um Zug werden die verletzten Handwerker im Gebäude gefunden, und von den Atemschutztrupps z.T. mit Bergetuch ins Freie gebracht worden, und an das DRK übergeben. Zu versorgen sind u.a. ein offener Schienbein-Bruch, eine Kopfplatz-Wunde, aufgerissene Hände, eine Rauchgasvergiftung, und zu guter letzt eine abgetrennte Hand, welche von den Atemschutztrupps im Gebäude gesucht werden musste.
Die Verletzten, welche vom DRK vorher täuschend echt geschminkt wurden, kamen aus den Reihen des Spielmannszuges.
Im weiteren Verlauf der Übung stellten die Feuerwehrmänner fest, dass sich ein Schwelbrand in der Dachisolierung ausbreitet. Um an den Brandherd zu gelangen arbeitet sich ein Feuerwehrmann mit einem Trägersitzgurt gesichert über die Steckleiter auf das Dach vor, und bringt mittels Motorsäge eine Öffnung ins Dach, um den Schwelbrand abzulöschen.
Nachdem sich Kommandant Andreas Priel selber vom gelöschten Schwelbrand überzeugte, hieß es „Wasser halt“, und „zum Abmarsch fertig“.



Bei der anschließenden Manöverkritik im Gasthaus „Rössle“ lobte Kommandant Andreas Priel die gute disziplinierte Beteiligung an der Übung, bei der es nicht viel zu kritisieren gab.
Besonders hervor hob er die Leistung der Atemschutzgeräteträger im Innenangriff, die sich in jeder Situation schulmäßig verhalten hatten, und jede inszenierte Aufgabe meisterten.
Sein Dank ging an die Gemeinde in Person von Bürgermeister Hartmut Walz für die Verfügungsstellung des Übungsobjektes und an das DRK für die gute Zusammenarbeit.
Bürgermeister Hartmut Walz lobte die gelungene Jahreshauptübung als Gelegenheit der Öffentlichkeit die Einsatzbereitschaft seiner Wehr zu zeigen, und bedankte sich bei allen Beteiligten. Auch Dietmar Fromm vom DRK sprach seinen Dank an Feuerwehr und Gemeinde für die gute Zusammenarbeit bei der diesjährigen Hauptübung aus.

Weitere Bilder der Hauptübung gibt es in der Bildergalerie